Januar/Februar 2001

HAI-Times

Ausgabe 3

 

 „ FLEIßIGE WUNDER“

 

 Sagen wir mal, Sie tauchen im Meer mit einer Gruppe Forschungstaucher. Sie sehen wunderschöne

Kaiserfische an ihnen vorbeischwimmen und bewundern schöne Korallen. Wäre das nicht ein schön?

Aber Sie sehen plötzlich einen Schatten über den Korallen, die Fische beginnen wie Verrückte durch

das Meer zu rasen ihre Gruppe verlässt sie, und bleibt so eng wie möglich zusammen. Ihr Herz fängt auf

einmal an zu pochen................

Sie sind nun alleine im großen Ozean, ja nur sie und der Glücksbringer den ihnen ihre Tochter oder ihre

Mutter mitgegeben hatte. Der Schatten wird immer größer und die Sonne scheint nun mit ganzer Kraft

auf das Meer.

Aus der Tiefe des Meeres kommt Plötzlich ein Fuchshai, seine Haut glänzt wie eine

Decke aus Seide in der Sonne. Er schwimmt mit eleganten Wellenbewegungen auf die Oberfläche zu,

wird schneller und schießt mit voller Kraft aus dem Wasser, und fällt wieder in das Wasser hinein. Sie

schaukeln hin und her, von der Strömung die vom Hai stammt. Der Hai wird immer kleiner, bis er wieder

verschwindet, was sagen sie jetzt?“

Haie leben seit über 400 Millionen Jahren auf der Erde, und haben eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Immer wieder hört man von den bösen Tieren, die wieder einmal einen armen Fischer in die Tiefe

gerissen, und dann verschlungen haben.

Aber der Mensch ist der eigentliche Täter. Viele Fischer fangen Haie, schneiden ihnen ihre Flossen ab

und werfen sie dann wieder ins Wasser. Der Hai, der in die Tiefe des Meeres fällt und versucht zu

schwimmen, was jedoch unmöglich ist, da er keine Flossen mehr hat wird so dem grausamen Tod

geliefert. Die Flossen werden getrocknet, und dann in Supermärkten und in Restaurants verkauft.

                                                                                                                      Text: Berk Aykut, 6c

                                             

UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEM IMMUNSYSTEM DER HAIE UND DEM VON SÄUGETIEREN

 

Das Immunsystem der Säugetiere besteht typischerweise aus zwei Komponenten, die einmal eine Reihe

von Immunzellen zur Verfügung stellen, sowie mehrere Klassen von Proteinen, die so genannten

Immunglobuline (Antikörper).

Verglichen mit dem stark spezialisierten System anderer Säugetiere erscheint das Immunsystem des

Hais geradezu primitiv, funktioniert aber erstaunlich effektiv. Haie besitzen offensichtlich Immunzellen mit

denselben Funktionen wie Säugetiere, aber sie werden unterschiedlich produziert und stimuliert. Sie haben

auch nur eine Klasse von Antikörpern. Diese zirkulieren im Blut des Hais in sehr großer Dichte, jederzeit

bereit eindringende fremde Substanzen zu attackieren.

Ein weiterer Unterschied: Haie besitzen kein Knochenskelett und somit kein Knochenmark. Bei Säugetieren

dagegen werden die Antikörper vor allem im Knochenmark hergestellt, von wo sie nach einer gewissen

Reifezeit in den Blutkreislauf gelangen.

Der Hai stellt seine Immunzellen in der Milz, der Thymusdrüse und speziellen Geweben her. Ein Großteil

dieser Zellen reift heran, während sie im Blutkreislauf zirkulieren. Wie die ständig präsenten Antikörper

könnten auch die bereits vorhandenen Immunzellen dafür sorgen, dass die neuen Immunzellen schneller

und effektiver reagieren können.

Die Forscher wollen jetzt herausfinden, was das Besondere an dieser einzigartigen Methode der

Immunzellenproduktion ist. Mit Hilfe solcher Erkenntnisse könnte unter Umständen auch die

Immunzellenproduktion des Menschen beeinflusst werden, besonders bei Krebspatienten. Allerdings sind

die Erfolgsprognosen der Wissenschaftler eher vorsichtig, zumindest was die nächsten fünf Jahre betrifft.

                                                                                                                    Text: Internet

 

LAMNA NAUS

 

Der Atlantische Heringshai und sein Verwandter im Nordpazifik sind die kleinsten der fünf Makrelenhaie.

Allerdings erreicht er immer noch ein Gewicht von 158-225 kg. Der gedrungene Körper ist oben dunkel

graublau bis braun und unten weiß. An der Hinterkante der ersten Rückenflosse befindet sich ein weißer

Fleck. Der Pazifische und der Atlantische Heringshai sind die einzigen Haie mit einem zweiten Kiel an der

Basis der halbmondförmigen Schwanzflosse. Sie erfüllt hyrodynamische Aufgaben. Dieser schnelle

Schwimmer bewohnt die Kontinentalschelfe in kalten Gewässern bis in Tiefen von 370 m.

                                                                                                   Text: John E .Mc Coscer

Lebensraum: Kalte Gewässer des Nordatlantiks, des Südatlantiks und des Pazifiks

Größe: Bis 3,7 m